ÖPNV und Coronavirus

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Kohletender
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Re: ÖPNV und Coronavirus

Beitrag von Kohletender »

Ich sage nicht, dass die Masken das ultimative Heil- und Sicherheitsmedium sind. Ebenso ist es verständlich, wenn es bei höheren Temparaturen als lästig empfunden wird, eine Maske zu tragen (und zwar richtig: Mund und Nase bedeckt halten). Aber momentan ist es halt, neben den bekannten Hygienemaßnahmen, IMHO eine durchaus sinnvolle und angebrachte Ergänzung, damit Zeit gewonnen werden kann, um wirkungsvollere Gegenmaßnahmen zu erkunden / zu erforschen und auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Darum geht es doch bei der ganzen Masken-Thematik. Leider wollen dies viele nicht kapieren.

Gar nichts zu versuchen um die Bevölkerung zu schützen ist meiner Meinung nach die schlechtere Altnernative, denn dann läuft es nach dem Motto: Wer früher stirbt ist länger tot und ein guter hält es aus und um einen schlechten ist es nicht schade, aber dann kann es ja auch nicht sein.
GuyD
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Re: ÖPNV und Coronavirus

Beitrag von GuyD »

50 Jahre lang hiess es, die OP-Masken schützen vor Bakterien aber nicht vor Viren. Dann, als man händeringend etwas brauchte, was vor Viren schützt, kommt plötzlich und überraschend die 180°-Wende. Quasi als Deus ex Machina. Also ganz ehrlich, damit habe ich so meine liebe Mühe und für mich entsteht der Eindruck, dass da der Wunsch Vater des Kindes wurde.
hinz
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Re: ÖPNV und Coronavirus

Beitrag von hinz »

Das ist aber nur scheinbar ein Widerspruch. Die OP-Maske kann keine Viren aufhalten, dazu sind die schlicht zu klein und können durch das Gewebe einfach durchfliegen. Das ist aber im Falle von SARS nicht Zweck der Übung. Was die Maske nämlich durchaus kann, ist das Aufhalten von Tröpfchen aus den menschlichen Atemwegen des Trägers. Das ist der übliche Übertragungsweg dieser Viren und nicht die Übertragung auf dem Luftweg. In einem trockenen Millieu scheint der Virus nicht lange zu überleben.

Das ist nicht perfekt, spätestens wenn die Maske durchfeuchtet ist, sinkt die Schutzwirkung rapide. Aber auch bei einer trockenen Maske können die Viren-haltige Tröpfchen diffundieren, die Virenlast insgesamt wird trotzdem gesenkt. Dass das funktioniert, kann man übrigens jeden Supermarktkassierer fragen, der seine Scheibe vor der Kasse reinigt, einfach durch Vergleich mit/ohne Maske der Kunden.

Servus
Heinz
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„Ich glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben wird.“ (1943, T. Watson, Vorstandsvorsitzender der IBM)
franken64
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Re: ÖPNV und Coronavirus

Beitrag von franken64 »

Entscheidend für eine Infektion ist doch auch die Dauer und Intensität des Beschusses mit dem Virus.

Je nach Zustand des Immunsystems wird die Abwehr der Viren durch das Immunsystem gelingen (Infektion ohne weitere Symptome) oder eben nicht. Deswegen ist bei Unterschreitung des Mindestabstandes die Maske schon vorteilhaft, auch wenn das viele Gegner nicht wahr haben wollen.

Eine generelle Pflicht ist deshalb fraglich und wäre mit gesundem Menschenverstand wohl auch nicht nötig. Sofern sich der Mindestabstand nicht mehr einhalten lässt muss man halt spätestens die Maske aufsetzen. Aber das wollen halt viele nicht kapieren. Die Maske schützt eben nicht mich selbst sondern die anderen vor mich. Ich kann ja zu keiner Zeit wissen ob mein Immunsystem immer noch Sieger ist oder nicht und ich schon eine Virenschleuder bin oder nicht.
Gruß Frank

R-Admin Nordbayern, Südbayern, Großraum München und Westösterreich
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lucavdb02
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Re: ÖPNV und Coronavirus

Beitrag von lucavdb02 »

Also ich pendele fast jedes Wochenende vom Niederrhein nach Lippe, u.a. einmal RB, einmal ICE, einmal RE, und bin jedes mal zufrieden, wie sich die Leute trotzdem daran halten! Alle sind vorbildlich, vor allem beim Ein und Ausstieg, was mich sehr überrascht. Also ich fühle mich trotz der immer weiter voller werdenden Züge trotzdem noch sicher!
GuyD
Erbauer
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Re: ÖPNV und Coronavirus

Beitrag von GuyD »

Das französische Paradoxum konnte mir allerdings noch niemand erklären. Das würde mich wirklich mal interessieren!
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